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In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserer Kollegin

 

Dr.in Irmgard E. Kronberger

 

Mit Bestürzung erreichte uns die traurige Nachricht vom allzu frühen Tod unserer Kollegin und ACP Vorstandsmitglied Irmgard E. Kronberger, die am 2. September 2021 nach schwerer Krankheit von uns gegangen ist. „Sonie“, wie Irmgard von allen liebevoll genannt werden wollte, war bereits als junge Studentin an der Chirurgie interessiert und mit Begeisterung seit 2005 im Tiroler Krebsforschungsinstitut und Daniel Swarovski Forschungslabor tätig. 2007 begann sie ihre Karriere als Assistenzärztin und war zuletzt Oberärztin an der Universitätsklinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie der Medizinischen Universität Innsbruck. In ihrer Ausbildung war sie vor allem klinisch und wissenschaftlich in den Spezialgebieten Coloproktologie, Immunologie, Transplantationschirurgie sowie Chirurgische Onkologie tätig. Diesen Forschungsbereichen widmete sie sich mit enormer Leidenschaft und Hingabe. Sie hat an verschiedensten wissenschaftlichen Projekten im In- und Ausland mitgearbeitet und zahlreiche Preise gewonnen.

Im Laufe ihrer weiteren Karriere spezialisierte sich Sonie insbesondere auf die chirurgische Onkologie und Coloproktologie. 2012 wurde sie Fachärztin für Chirurgie, 2013 Oberärztin und im Folgejahr übernahm sie als Nachfolgerin von Felix Aigner die Arbeitsgruppe Coloproktologie an der Klinik. Sie hat in dieser Rolle die Arbeitsgruppe erweitert und junge coloproktologisch interessierte Mitarbeiter für dieses Fach begeistern können. Nicht nur an der Abteilung für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie der Medizinischen Universität Innsbruck, sondern auch als Präsidentin unserer Arbeitsgemeinschaft für Coloproktologie und als österreichische Vertreterin der European Society of Coloproctology war sie national und international eine wertgeschätzte Kollegin. Irmgard E. Kronberger engagierte sich in der Fort- und wissenschaftlichen Weiterbildung, organisierte ACP Ausbildungskurse (Anatomie und Beckenbodenkurse) in Innsbruck und setzte die erfolgreichen Innsbrucker Coloproktologie Wintertagungen in Igls/Innsbruck fort.

Eine ihrer größten Stärken war es, um sich ein Team zu formen und zu motivieren. Als hingebungsvolle Mentorin hat sie mit ihrem Elan und ihrem Enthusiasmus die ärztliche Tätigkeit und Forschung ihrer Arbeitsgruppe inspiriert und täglich unterstützt. Umso tragischer ist es für uns alle, dass Sonie so früh aus unserer Mitte gerissen wurde.

Der wichtigste Antrieb für ihre Forschungen und ihren Erkenntnisdrang lag gewiss in ihrer ärztlichen Tätigkeit, in der für sie stets die menschenfreundliche und adäquate Behandlung der Patientinnen und Patienten im Fokus stand. Ihre hingebungsvolle Art, Menschen nicht nur als Patienten zu behandeln, sondern auch gänzlich zu betreuen und jederzeit zur Seite zu stehen, wird uns allen für immer als Vorbild dienen.

Wir verlieren mit Sonie eine sehr engagierte und wertschätzende Kollegin und Freundin, die mit vollstem Einsatz und enormer Leidenschaft für ihren Beruf als Ärztin lebte. Ihren Optimismus, ihre Lebensfreude, ihren Humor und auch ihren guten Rat in jeglichen Belangen werden wir schmerzlich vermissen.

Leider hat sie ihren schweren Kampf gegen einen übermächtigen Gegner trotz immenser Kraftanstrengung und immer positiver Einstellung verloren. Wir bedauern ihren frühen Tod und werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tief empfundenes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten ihrer Familie.

 

 

Der Vorstand der ACP